CD-Tipp: Toto – Kingdom Of Desire

Geschrieben von Torsten am 5. August 2010 | Abgelegt unter Tee Musik, Zum Tee

In der Rubrik Tee-Musik steht heute mal wieder etwas rockiges auf dem Plan. Es geht um die 1992 erschienene CD “Kingdom Of Desire” von Toto. Dieses Album unterscheidet sich in erster Linie von allen anderen zuvor veröffentlichten Toto-Longplayern dadurch, dass Gitarrist Steve Lukather hier die Zügel in der Hand hatte und auch den Gesang übernommen hat. Hierdurch wurde es auch eine der rockigsten Scheiben von Toto. Und genau das gefällt mir!

Schon der Opener “Gypsy Train” reißt gleich so mit, dass man gar nicht anders kann, als sich irgendwie zu bewegen. Auch wenn die Scheibe einige ruhigere Stücke an Bord hat, dominiert ganz klar der Rock mit der meiner Meinung nach extrem gute Stimme von Steve Lukather. Auch die Gitarrensounds und die Riffs sind erste Sahne. Durch die Bank sind alle Songs bis hin zum Titelsong “Kingdom Of Desire” vom Feinsten, der Klang ist sauber und druckvoll und die Musik macht einfach Spaß. Waren bei den alten Toto Werken viele Balladen und keyboardlastige Stücke enthalten, dominiert hier das “Brett” und die rockige Stimme von Steve Lukather.

Dieses Album markiert allerdings nicht nur durch das vorherige Ausscheiden von Sänger Bobby Kimball einen Wendepunkt für Toto. Kurz vor der Veröffentlichung starb unerwartet Schlagzeuger Jeff Porcaro. Ein Schock für die Band und die Fans. Die anstehende Tour schien zu platzen. Doch es wurde ein würdiger Ersatztrommler gefunden. Kein geringerer als Simon Phillips übernahm die Schießbude erst für die Tour und dann gänzlich. Immerhin 18 Jahre sollte Herr Phillips somit Trommler und Mitglied bei Toto sein!

Ich hatte im Herbst 1992 die Gelegenheit eine der ersten Shows von Toto mit Simon Phillips in Hamburg zu sehen, zu hören und zu fotografieren. Ein wirklich beeindruckendes Konzert, in dem Toto zeigte, dass sie eine 100%ige Liveband sind die überzeugen kann. Knapp 3 Stunden beschallten sie die Alsterdorfer Sporthalle und hinterließen ein zufriedenes Publikum.

Steve Lukather - Foto: © Torsten Sukrow / SULUPRESS.DE

Steve Lukather - Foto: © Torsten Sukrow / SULUPRESS.DE

Eigentlich haben die Herren von Toto den Live-Betrieb bereits nach der letzten CD/Tour 2008 eingestellt. Jedoch gab es aufgrund der ALS-Erkrankung von Mike Porcaro, der ebenfalls früher mal zur Band gehörte, eine letzte Tour, die Toto diesen Sommer auch noch einmal nach Deutschland führte. Das soll es dann aber wohl mit Toto gewesen sein. Im Herbst kommt jedoch schon wieder eine Solo-Scheibe von Steve Lukather auf den Markt. Er wird natürlich auch weiter touren und die Freunde hochwertiger Rockmusik mit seiner Spielfreude begeistern.

In Zeiten von MP3 und Filesharing scheint es derzeit die “Kingdom Of Desire” CD nicht mehr ohne weiteres im Handel zu geben. Daher hier der Link zu den Mp3 Downloads dieser gelungenen Platte: Hier Klicken

Als das Album seinerzeit veröffentlicht wurde, kam ich gerade wieder auf den Tee-Geschmack. Damals gab es sehr gute First Flush Tees aus Darjeeling, die dann auch gerne in Unmengen zu guter Musik getrunken wurden. Auch heute passt ein frischer Darjeeling ausgezeichnet zur Musik von Toto! Meine Empfehlung ist der Darjeeling FTGFOP1 Nurbong.

Unterschätzter schwarzer Tee aus China

Geschrieben von Torsten am 16. Juli 2010 | Abgelegt unter TEA & TEA, Tee Wissen

Wenn es um schwarzen Tee geht, denkt man meist zuerst an die Klassiker aus Darjeeling, Assam und Ceylon. Diese und weitere Tees haben alle mehr oder weniger eine eigene Charakteristik und somit ihre Liebhaber. Geschmacklich mild und blumig sind z.B. die Tees aus Darjeeling und Sikkim, kräftig und würzig zeigen sich die Sorten aus Assam und Ceylon. Meiner Meinung nach sind die schwarzen Tees aus China jedoch viel zu wenig beachtet!

Die chinesischen Schwarztees sind in der Regel auch kräftige, vollmundig aufgießende Tees, mit dunkler Tassenfarbe. Doch im Vergleich zu vielen anderen Tees dieser Art haben sie deutlich weniger Adstringens und sind somit bei korrekter Dosierung trotz ihrer Fülle sehr harmonisch und weich. Sie sind ferner gut bekömmlich und magenfreundlicher als die Kollegen aus Indien und Sri Lanka. Die Vollmundigkeit drängt sich nicht mit einem rauen Mundgefühl (Bitterkeit) auf, sondern sie ist eher sanft und schmeichelhaft.

Chinesische Schwarztees bei TEA & TEA

Die typischen schwarzen Teesorten aus China sind Keemun und Yunnan Tees, die es in unzähligen Qualitätsabstufungen gibt. Oft zeigen sie eine leichte bis kräftigere Rauchnote. Wer es extrem rauchig mag, muss zum Lapsang Souchong greifen, der ausgiebig über Edelhölzern geräuchert wird. Aufgrund der seltenen Nachfrage ist dieser Tee jedoch nicht bei TEA & TEA erhältlich. Im Sortiment finden Sie jedoch einige vorzügliche Tees, die absolut überzeugen:

China – PAGODA (YUNNAN)

Dieser Tee stammt aus Yunnan, was sich bereits in seiner goldenen Blattfarbe zeigt. Als Hommage an den Tee wird dieser per Hand zu den Pagoden gebunden. Es ist ein milderer Yunnan Tee, der bei Bedarf mehrfach aufgegossen werden kann. Er hat ein süßes, erdiges Aroma mit leicht beeriger Note. Er enthält keine bitteren Anteile und ist sehr bekömmlich. Für 1 Liter benötigt man ca. 6-7 Pagoden. Ideal ist jedoch die Zubereitung in kleineren Kannen.

China – KEEMUN HAO YA

Eine Spezialität, die immer nur begrenzt verfügbar ist und ebenfalls von mild bis kräftig angeboten wird. Der Keemun Hao Ya bei TEA & TEA hat eine angenehme holzige Note und einer leichten Nuance von Rauch. Der Tee hat eine gute Präsenz und ein sehr angenehmes Mundgefühl. Weitere Keemun Tees in dieser Art sind der Keemun Mao Feng oder der Ning Hong Jing Hao, die durch unterschiedliche Qualitäten durchaus verwechselbar sein können!

China – YUNNAN BLACK TEA SGFOP

Ein wunderbar malziger Yunnan Tee, der stark und vollmundig ist und eine ganz leichte Adstringens mitbringt. Auch er zeigt eine zarte Rauchnote, die vom Kenner geschätzt wird. Seine geschmackliche Ausprägung liegt in einem angenehmen Mittelfeld zwischen mild und sehr kräftig. Die großen schwarzen Blätter sind durchzogen von vielen goldenen Tips und ergeben einen goldbraunen Aufguss. Ohne jeden Zweifel ein wunderbarer Tee!

Trotz der Güte und der Einzigartigkeit der chinesischen Schwarztees, sind diese preislich im Vergleich recht günstig. Für einen guten Assam kann man schnell das Doppelte oder mehr bezahlen. Und da ich ziehe die China-Tees definitiv vor. Probieren Sie es selbst aus!

TEA & TEA zur “Audienz” beim Teepapst!

Geschrieben von Torsten am 5. Juli 2010 | Abgelegt unter TEA & TEA

Über Twitter wurde ich kürzlich auf den selbsternannten “Teepapst” aufmerksam. Der Teepapst ist niemand geringerer als Thomas Grömer, Geschäftsführer der AIYA Europe GmbH, ein traditionelles, japanisches Familienunternehmen, das sehr hochwertigen Tee anbietet und Weltmarktführer für Matcha Tee ist. Thomas Grömer gilt als einziger ausgebildeter Experte für japanische Tees in Europa und kann somit ganz klar als Kapazität im Bereich Tee betrachtet werden! Dass sich Thomas Grömer als Führungskraft zusätzlich die Zeit nimmt, einen Teeblog zu führen, zeigt wie sehr er dem Tee zugewandt ist, gerade auch, weil er ohne Scheu und Konkurrenzdenken über andere Firmen und Tees berichtet.

Nachdem ich kürzlich Kontakt zu Thomas Grömer aufgenommen habe, kam es zu einem Austausch und, zu meiner Freude, auch mal wieder zu einem Interview, das nun veröffentlich wurde. In den letzten Monaten habe ich ja schon häufiger mit den Betreibern anderer Teeblogs (Tee-Tagebuch, Ziehzeit, Cha-Tao und Teelog) gesprochen und/oder Interviews gegeben. Dass ich jetzt auch noch eine “Audienz” beim Teepapst bekommen habe, freut mich sehr. Thomas Grömer hat von mir ebenfalls einige Teemuster bekommen, damit er sich ein Bild meiner Tees machen kann. Bereits kürzlich hat er den Formosa Toppest Fancy Oolong  (Oriental Beauty) aus dem TEA & TEA Sortiment vorgestellt und in einer beeindruckenden Art und Weise beschrieben! Ich empfinde den Austausch und die Kollegialität im qualitativ gehobenen Segment wirklich förderlich und freue mich immer wieder über derart nette Kontakte!

Hier geht´s zum Interview beim Teepapst
Hier kann der Formosa Toppest Oolong bestellt werden

Endlich ein guter Darjeeling First Flush 2010

Geschrieben von Torsten am 21. Juni 2010 | Abgelegt unter TEA & TEA, Tee Wissen

Die positive Nachricht vorweg: Ich habe einen richtig guten Darjeeling First Flush Tee aus dem Garten Nurbong für den TEA & TEA Shop einkaufen können. Der Darjeeling FTGFOP1 NURBONG stammt aus der Invoice DJ3 – 2010, ist also eine recht frühe Ernte aus dem südöstlichen Garten Darjeelings. Aber warum freue ich mich nun so sehr?

Dem Teekenner wird nicht entgangen sein, dass die diesjährige Darjeeling Ernte eher nicht so gut war. Die Gründe habe ich an anderer Stelle bereits genannt. Dennoch fasse ich Sie gerne noch mal zusammen:

Das Klima in Darjeeling

Das Klima hat den Teebauern in Darjeeling in den letzten Jahren ziemlich zugesetzt. Man kann nur hoffen, dass dies innerhalb normaler Schwankungen stattfindet und nicht im Verlauf des Klimawandels dauerhaft so bleibt. Tee ist eine empfindliche Pflanze, die gewisse Rahmenbedingungen beim Wetter benötigt. Ist es zu kalt oder zu heiß, zu nass oder zu trocken, nimmt der Tee Schaden und die Ernte fällt schlechter aus.

Die Teepflanzen in Darjeeling

Viele Gärten in Darjeeling ernten ihre Tees teils von ziemlich alten Teepflanzen, die ihren Zenit schon deutlich überschritten haben. Bis jedoch neue Pflanzen soweit sind, dass sie gute Tees hergeben, bedarf es einiger Jahre. Viele Teegärten sind schon dabei, auf frische Pflanzen umzustellen, so dass hoffentlich in absehbarer Zeit auch wieder eine durchgehend höhere Qualität geerntet werden kann.

Die Verarbeitung der Darjeeling Tees

Gerade bei den First Flush Tees sind es die Asiaten und auch die US-Amerikaner, die den Tee gerne etwas anders haben möchten, als es bei vielen Europäern bzw. den Deutschen der Fall ist. Die Betriebe haben sich darauf angepasst und unterbrechen die Fermentation, bevor sie vollständig abgeschlossen ist, um dem Gerecht zu werden. Das Ergebnis sind dann tendenziell dünnere Tees, denen es an Körper und Durchsetzungskraft fehlt. Doch auch hier hat mein Teelieferant Gespräche mit diversen Teegärten geführt, so dass dort auch wieder mehr für den deutschen Geschmack produziert wird.

Trotz der widrigen Bedingungen konnte ich für den TEA & TEA Shop eine sehr gute Partie des oben genannten Darjeeling FTGFOP1 NURBONG DJ3 bekommen. Den Tee habe ich aus einer Vielzahl von Proben ausgesucht, weil er zum einen wirklich überzeugend ist und zum anderen auch noch ein recht gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat.

Einen Tee in der Güte des Nurbongs zu bekommen, ist nicht selbstverständlich. Deswegen freue ich mich besonders, meinen Kunden einen überzeugenden Darjeeling First Flush Tee anzubieten, der in den folgenden Gebinden lieferbar ist (solange Vorrat reicht):

Wiederverschließbarer Standbodenbeutel mit 100 Gramm Tee
Teekiste mit 1KG Tee in einem luftdicht verschweißten Beutel (siehe Bild oben) zum Sonderpreis!

Grüner Tee zum Hähnchen Curry

Geschrieben von Torsten am 16. Juni 2010 | Abgelegt unter Sonstiges, Zum Tee

Dass viele Leute gerne einen Wein zum Essen trinken ist bekannt und etabliert. Doch haben Sie schon mal versucht, Tee zum Essen zu trinken? Natürlich ist hier nicht die Rede von aromatisiertem Rooibos Kirsch-Banane oder ähnlichen Kreationen, sondern von richtig gutem Tee. Heute habe ich mir, weil es schnell und einfach gehen sollte, das Hähnchen Curry von Apetito gemacht. Die Bilder der Apetito Food-Designer sehen etwas besser aus, als mein Schnappschuss, aber das ist nebensächlich.

Das Hähnchen Curry ist für die schnelle Küche ein leckeres Gericht mit Basmati-Reis, Hähnchen, knackigem Gemüse und einer gelungenen Curry-Gewürzmischung, die dem Essen eine exotische Schärfe gibt. Zu diesem Essen ist grüner Tee ein MUSS! Denn der Tee harmoniert außerordentlich gut mit der Schärfe. Er “kühlt”, wenn es leicht brennt, ohne jedoch die Schärfe bzw. den Geschmack zu nehmen oder zu beeinträchtigen. Man muss es probiert haben! Zum Hähnchen Curry nehme ich gerne einen White Monkey Pekoe oder den Snow Bud. Beide Tees sind ideale Begleiter zu scharfem asiatischen Essen. Alternativ passt auch ein leichter Darjeeling, am besten aus der First Flush Ernte. Die Idee, guten Tee zu gutem Essen zu servieren, ist gar nicht so neu. Bereits seit einigen Jahren findet man immer wieder mal Artikel wie von www.herrenzimmer.de, in denen die Möglichkeiten schön dargestellt werden.

Wer weitere Tipps hat, welcher Tee zu welchem Essen passt, darf gerne einen Kommentar schreiben und die eigenen Vorlieben preisgeben! Alle anderen sollten einfach das Experiment wagen und Tee zum Essen probieren!

Klischees zum Tee und der deutsche Teemarkt

Geschrieben von Torsten am 10. Juni 2010 | Abgelegt unter Sonstiges, TEA & TEA

Er gilt als kitschig, spießig und er wird mit Krankheit assoziiert bzw. als Medizin einsortiert. Die Rede ist vom Tee. Erst kürzlich schrieb der Stern in der Ausgabe 17/2010 in einer CD Rezension zum neuen Album von Jeff Beck, dass “graubärtige Teeladenbesitzer” so etwas vielleicht hören mögen. Zu Deutsch: Die Musik ist langweilig und der Redakteur verpackt es in diese Umschreibung, die auch jeder versteht. Warum ist das so?

Tee hat insbesondere in Deutschland ein merkwürdiges Ansehen. Ich möchte versuchen, die Gründe hierfür zu finden und vielleicht sogar eine Veränderung der Sichtweise anzustoßen!

Der Begriff “Tee”

Egal, ob man von aromatisierten Früchtemischungen, hochwertigem Darjeeling, oder abführenden Kräutern spricht; der Oberbegriff ist immer Tee. Hier liegt meiner Meinung nach ein Grund, warum Tee im Allgemeinen mit Krankheit oder Unwohlsein in Verbindung gebracht wird. In den Medien wird das zu gerne und zu oft durch halbwissende Redakteure untermauert, indem sie Überschriften wie “Die besten Tees für Ihre Hausapotheke” oder ähnliches voranstellen, dann aber über Kamille, Fenchel und Anis schreiben. Ergo bringt der Konsument, der mit Tee nicht viel am Hut hat, diesen leicht mit Blähungen, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden in Zusammenhang, nicht jedoch mit Genuss.

Wenn von echtem Tee die Rede ist, meint der Fachmann das, was von der Teepflanze, der Camellia sinensis kommt. Hier gibt es zwar auch einige hervorragende gesundheitliche Benefits, doch der Genuss steht allen voran. Denn Tee ist ein aromatisches und wohlschmeckendes Getränk! Es gibt unendlich viele Sorten, so dass jeder seine Favoriten finden kann.

Tee Qualität / Tee im Handel

Für den Verbraucher ist der deutsche Teemarkt qualitativ schwer zu beurteilen, wenn man nicht gerade Fachmann ist. Da gibt es zum einen den Lebensmitteleinzelhandel (LEH), in dem sich einige wenige um die knappen Regalplätze streiten und als Platzhirsche diesen Markt mehr oder weniger kontrollieren. Wer hier als neuer Anbieter etwas werden will, hat es schwer. Dennoch ist die Qualität der dort angebotenen Tees bestenfalls durchschnittlich, auch wenn die Werbung etwas anderes proklamiert. Der LEH ist ein Massenmarkt, in dem schon aufgrund der Mengen keine Top-Qualitäten angeboten werden können.

Der Tee-Fachhandel ist aber oft auch nicht besser, denn es gibt keinerlei Vorgaben hinsichtlich der Qualifikationen, um einen Teeladen zu eröffnen. Wenn Mutti plötzlich in den Sinn kommt, Tee zu verkaufen, kann sie ein Gewerbe anmelden und loslegen. Das Sortiment stellt der Großhändler zusammen und fertig ist das “Fachgeschäft”. Es gibt natürlich auch gute und sehr gute Teegeschäfte. Diese sind aber ohne weiteres nicht zu erkennen. Hier wäre nun aber auch die Frage zu stellen, ob das überhaupt nötig ist? Es gibt eine Schätzung, nach der ca. 80% der Verbraucher den Unterschied zwischen einem Ceylon und einem Darjeeling kaum bis gar nicht schmecken. Man schmeckt aber z.B. den Unterschied, ob etwas bitter ist, oder nicht. Wenn nun der unqualifizierte Teehändler seinem Kunden einen grünen Tee zum Einstieg verkaufen möchte, aufgrund des günstigen Preises zu einem Gunpowder oder einem Chun Mee greift und noch nicht mal berät, wie der Tee zuzubereiten ist, vergrault er mit ziemlicher Sicherheit diesen Käufer im Bezug auf grünen Tee. Denn so geht es nicht! Also ist definitiv eine gewisse Fachkenntnis im Teehandel nötig!

Wie erkennt man ein gutes Teefachgeschäft?

Ein Patentrezept gibt es nicht, um einen guten von einem schlechten Teehändler zu unterscheiden. Eine Möglichkeit besteht jedoch darin, zu fragen, wo z.B. die Unterschiede zwischen einem Darjeeling und einem Assam Tee liegen, oder zwischen einem japanischen und einem chinesischen Grüntee. Hier sollten klare Antworten kommen. Fragen Sie auch danach, wie die Tees schmecken. Wenn Sie nur Adjektive wie “lecker” oder “köstlich” erhalten, hat der Händler keine Ahnung von dem, was er verkauft! Dort bekommen Sie vermutlich dann auch hauptsächlich aromatisierte Trendtees von Erdbeere/Vanille bis Ingwer/Orange. Einen guten Darjeeling Gartentee bekommen Sie dort nur mit sehr viel Glück!

Die eigene Tee Historie

Versuchen Sie sich mal zu erinnern, wann Sie Ihren ersten Tee getrunken haben. Viele denken möglicherweise – leicht traumatisiert – an Apfelschalen- bzw. Hagebuttentee in Jugendherbergen, oder an überdosierte englische Mischungen mit Dreckfilm auf der Oberfläche, die nur mit Unmengen Zucker in etwas Trinkbares verwandelt werden konnten. Andere erinnern vielleicht eine Situation, in der sie eingeschneit im Stau festsaßen und von Stauhelfern heißen Tee bekommen haben. Gut, im Stau auf der Autobahn wäre ein “Latte macchiato” eventuell auch etwas zu umständlich! Ich selbst habe in meiner früheren Jugend billige, aromatisierte Tees im skandinavischen Geschenkshop gekauft, die dort immer extrem lecker rochen, aufgegossen jedoch eher schlecht abschnitten. Solche Erlebnisse prägen einen, so dass man glaubt, man hätte es versucht und sei gescheitert. Wieso sollte man es wieder versuchen? Weil es sich lohnt! Denn Tee ist extrem facettenreich und faszinieren. Ich habe mit den billigen Tees in meiner Jugend eher schlechte Erfahrungen gemacht, denn die Tees waren von schlechter Qualität und ich habe sie falsch zubereitet. Bei guter Qualität und richtiger Zubereitung macht guter Tee jedoch richtig Spaß und schmeckt! Probieren Sie es aus und vergessen Sie die Klischees!

Nicht umsonst ist Tee nach Wasser das meistgetrunkene Getränk der Welt. Besonders die Asiaten begünstigen diese Statistik. Aber auch die Briten, die Franzosen und selbst die Amerikaner sehen Tee als echtes Trendgetränk! Nur Deutschland ist – mit Ausnahme der Ostfriesen, die mengenmäßig im Teeverbrauch weltweit vor allen anderen liegen – in seiner tradierten Denkweise gefangen und erkennt nicht, dass Tee so wunderbar ist. Natürlich gibt es viele anspruchsvolle Teetrinker in Deutschland, die wissen was gut ist und Ihrer Leidenschaft nachgehen. Aber das Bild vom Tee in der Allgemeinheit sollte verbessert werden.

Wenn Sie nun auf den Geschmack gekommen sind, trauen Sie sich und schauen einfach mal in den Online Shop von TEA & TEA. Dort gibt es zu allen angebotenen Tees passende Beschreibungen, so dass Sie bestimmt Ihren Favoriten finden können! Werden Sie Teetrinker (wenn Sie es nicht schon sind)!

CD-Tipp: Daniel Lanois – Belladonna

Geschrieben von Torsten am 5. Juni 2010 | Abgelegt unter Tee Musik, Zum Tee

Der Erfolgsproduzent Daniel Lanois, der u.a. für Musikergrößen wie Peter Gabriel, Brian Eno, Emmylou Harris oder Bob Dylan tätig war, bringt immer auch mal wieder eigene Alben auf den Markt. Im Jahr 2005 hat er die CD Belladonna veröffentlicht.

Die knapp 40 Minuten Musik lassen sich nur schwer einer Kategorie zuordnen. Die Atmosphäre, die Herr Lanois jedoch mit Slideguitar und weiteren Instrumenten erzeugt, ist einmalig. Mal schwer melancholisch und dann wieder luftig und leicht schwebt man auf ambienten Klangteppichen oder zwischen weinenden Mariachi-Trompeten durch die ungewöhnlichen Soundkonstrukte. Die Songs wirken zum Teil merkwürdig, setzen sich jedoch angenehm in der Erinnerung fest und hinterlassen ein Verlangen dieses Werk immer wieder hören zu wollen. Besonders schön finde ich Titel Nr. 10 “Frozen”, dessen harmonische Slidegitarrenklänge einen für das Instrument eher untypischen Song hervorbringen. In meinem CD-Player dreht sich diese Scheibe immer wieder zu meiner Begeisterung. Dazu gibt es z.B. einen japanischen Tamaryokucha, der irgendwie zur Stimmung passt!

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Kaffee in der Verpackung aufbrühen? Bitte nicht mit Tee!

Geschrieben von Torsten am 1. Juni 2010 | Abgelegt unter Sonstiges

Der Erfindergeist einiger Unternehmen kennt keine Grenzen. Da gibt es doch nun tatsächlich Kaffee, den man direkt in der Verpackung aufgießen kann! Darauf hat die Welt gewartet! Das ist ja wie die 5-Minuten-Terrine für Kaffee. Praktisch mag das ja im Ansatz sein, aber brauchen tut das kein Mensch! Beim Ausgießen sieht es auch ziemlich grenzwertig aus. Wie oft die das wohl drehen mussten, bis eine schadlose Version im Kasten war :-)

An alle Unternehmer, die meinen, diese Idee nun auch für Tee abkupfern zu müssen, möchte ich ein Apell richten:

BITTE NICHT!

Das ist in keinster Weise innovativ und genau genommen total überflüssig! Vielleicht gibt es Kaffeetrinker, die sich auf diese Art beglücken lassen, aber mit Tee funktioniert das bestimmt nicht. Zudem ist der Verpackungsmüll für so wenig Kaffee nicht akzeptabel!

Tee und Kaffee sollten vernünftig zubereitet werden, aber nicht in der Verpackung! Da bleibt die Kultur ja vollkommen auf der Strecke…

Alice im Wunderland – Die verrückte Teeparty

Geschrieben von Torsten am 27. Mai 2010 | Abgelegt unter Sonstiges, Zum Tee

Wer meint, dass man Tee nur nach festen Regeln zubereiten und in staubtrockener Atmosphäre genießen darf, hat die wahre Essenz einfach noch nicht erkannt. Der folgende Clip aus der alten Walt Disney Trickverfilmung von “Alice im Wunderland” (1951) zeigt die verrückte Teeparty – ein Riesenspaß!

Toll, wie der verrückte Hutmacher zusammen mit dem Märzhasen, der Haselmaus und Alice ihren “Nicht-Geburtstag” feiern und die Teekannen die Musik dazu flöten. Ziemlich durchgeknallt und crazy, aber auch das ist Tee! Es gibt keine Grenzen oder festgeschriebenen Rituale, die für den perfekten Teegenuss praktiziert werden müssen. Niemand muss seinen Tee wie in der Japanischen Teezeremonie zubereiten, oder wie ein Ostfriese Kandis und Sahnewölkchen hinzufügen. Deswegen gibt es auch keine verbindliche, richtige Art der Zubereitung. Jeder kann und sollte seinen Tee so zubereiten und genießen, wie es ihm persönlich am besten gefällt – vielleicht auch einfach mal wieder bei der alten Verfilmung des Klassikers von Lewis Carroll. In diesem Sinne: “Viel Glück zum Nicht-Geburtstag, für mich, für Dich…”

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Interview bei Teelog.de

Geschrieben von Torsten am 22. Mai 2010 | Abgelegt unter TEA & TEA

Nachdem ich bereits kürzlich die Möglichkeit hatte, von Stephan Kockmann (Tee-Tagebuch) und von Bert F. Boege (Ziehzeit) interviewt zu werden, habe ich nun auch noch den Fragen von Udo Zweckerl (Teelog) Rede und Antwort gestanden.

Es freut mich, dass die wichtigen deutschen Tee-Blogs mir alle ein super Podium geben und somit letztlich auch belegen, dass die Qualität und das Konzept von TEA & TEA in der Fachwelt ankommen. Und auch die anspruchsvollen Teetrinker finden immer öfter den Weg zu TEA & TEA, weil sich herumspricht, dass es bei mir richtig guten Tee gibt!

Das Teelog gehört seit Jahren zu den wichtigsten Tee-Blogs im deutschsprachigen Raum. Auch nach 2 Betreiberwechseln ist es weiter sehr beliebt und wird viel gelesen. Daher ehrt es mich, dass ich nun auch dort einige Fragen beantworten konnte. Vielen Dank an Udo (Doc Tea)!

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